Gerhard von Scharnhorst


Zum Scharnhorstjahr 2005 ist eine Ausstellung zu Gerhard von Scharnhorst erstellt worden.
 

Demnächst: zu sehen in:

An dieser Stelle finden sich die Inhalte der "realen" Ausstellung als "virtuelle" Ausstellung, teilweise mit Erweiterungen.
Das Hintergrundbild stammt aus dem Briefkopf des Scharnhorstkomitee Bordenau.
 

S C H A R N H O R S T S   L E B E N S G A N G
(Quelle: Siegfried Fiedler, Scharnhorst Geist und Tat, Herford/Bonn 1964, S. 227 - 243)
 
 
 
Teil 1 1755 -1777 Bordenau und Wilhelmstein Bildtafel1
Teil 2  1778 -1801 Im Dienst Hannovers Bildtafel2
Teil 3  1801- 1807 In Preußen Bildtafel3
Teil 4  1807-1813  In Preußen Bildtafel4
Teil 5  1813  Auf dem Weg zur Völkerschlacht Bildtafel5



Teil 1

Bildtafel1

1755
12.11. Geboren zu Bordenau im Kurfürstentum Hannover als Sohn des ehemaligen Quartiermeisters im 8. hannöverschen Kavallerieregiment Ernst Wilhelm Scharnhorst.
Scharnhorsts Stammbaum

1759
Der Vater pachtet das Vorwerk Hämelsee, um selbständig wirtschaften zu können.

1765
Umzug nach Bothmer.

1772
Rückkehr der Familie nach Bordenau, nach glücklichem Ausgang des Prozesses um das Tegtmeyersche Erbe.

Karte der Gegend um Bordenau

Bild vom Geburts-und  Wohnhaus / Scharnhorstbüste

1773
Eintritt in die Militärschule des regierenden Grafen von Schaumburg-Lippe auf dem Wilhelmstein.

Bilder vom Wilhemsstein alt  / Museum

1774 Unteroffizier.

1775 Stückjunker und Conducteur.

1777 Tod des Grafen Wilhelm und allmähliche Auflösung der Kriegsschule.



Teil 2

Bildtafel2

1778
Übernahme in die hannöversche Armee. Ernennung zum Titular-Fähnrich beim Dragonerregiment v. Estorff in Northeim, „da er nicht allein ein hannöversches Landeskind, sondern auch begütert ist und den patriotischen Trieb hat, seinem Landesherrn zu dienen“.

Ernennung zum wirklichen Fähnrich durch Patent vom 17. November.

1779
Tätigkeit als Hauptlehrer an der errichteten Regiments- Kriegsschule zu Northeim.

1780
Erfindung des Mikrometer-Fernrohrs.

1781
Erste schriftstellerische Arbeit: “Über die Militäranstalten des verstorbenen Grafen Wilhelm von Schaumburg- Lippe.“
Veröffentlicht in Schlözers „Briefwechsel meist historischen und politischen Inhalts“, Göttingen 1782.

1782
Versetzung in das Artillerie-Regiment zu Hannover als dritter Fähnrich und zweiter Lehrer der Artillerieschule. Tod des Vaters und Übernahme des Bordenauer Gutes. Herausgabe der „Militärbibliothek“

1783
Studienreise nach München, Stuttgart, Prag, Wien, Dresden, Berlin und Potsdam.

1784
Ernennung zum Titularleutnant durch Patent vom 2. April - Herausgabe der „Bibliothek für Offiziere“.

1785
24.4. Vermählung mit Clara Christiana Johanna Schmalz, Tochter eines Beamten der kurfürstlichen Kanzlei in Hannover .

1786
16.2. Geburt des ersten Sohnes Heinrich Wilhelm Gerhard, der als preußischer Generalleutnant a. D. im Jahre 1854 zu Berlin starb.

1788
„Handbuch für Offiziere in den anwendbaren Teilen der Kriegswissenschaften“. Von 1788-1790 in 3 Teilen bei der Helwingschen Hofbuchhandlung in Hannover erschienen. 2. umgearbeitete Auflage beim gleichen Verlag im Jahre 1804.

Nach Scharnhorsts Tode von dem preußi-schen General v. Hoyer „nach den Grundlinien des verstorbenen Verfassers“ fortge-setzt und mit einem 4. Teil über Festungskrieg und Strategie versehen. Herausgabe des „Neuen Militärischen Journals“

28.7. Geburt der Tochter Klara Sophie Juliane.

1790
„Geschichte der Belagerung von Gibraltar 1779-82“. Helwingsche Hofbuchhandlung Hannover.

1791
3.6. Geburt der zweiten Tochter Sophie Ernestine. Sie starb jedoch schon am 5. März 1792 an den Blattern.

1792
Ernennung zum Titularkapitän durch Patent vom 19. Oktober „Militärisches Taschenbuch zum Gebrauch im Felde“. Hel-wingscher Verlag Hannover. 2. Auflage 1793 / 3. Auflage 1815.

1793
Teilnahme am Feldzuge in den österreichischen Niederlanden gegen Frankreich.

23.5. Schlacht bei Farnars. Belagerung von Valenciennes.

28.7. Übergabe der Festung an den Herzog von York.

12.8. Beförderung zum Titularhauptmann der reitenden Artillerie, mit der Führung einer Batterie beauftragt.

8.9. Rückzugsgefecht bei Hondschoote.
Scharnhorst erhält das Kommando über die reitende Artillerie und das schwere Geschütz in Menin.

1.12. Vorrede zum „Unterricht des Königs von Preußen an die Generale seiner Armee“  (Hrsg. im Jahre 1794 beim Helwingschen Verlag.)

1794
26.3. General von Hammerstein wird Kommandant von Menin.

26.-29.4. Einschließung und Belagerung von Menin durch die Franzosen unter Moreau.

30.4. Ausfall und Selbstbefreiung der Garnison.

27.6. Ernennung zum Major und 2. Aide-Generalquartiermeister

21.9. Übergang der englisch - hannöver-schen Truppen über die Maas.

7.11. Räumung Nijmwegens.

30.11. Übertragung des Oberbefehls über die vereinigten englisch - hannöverschen Truppen an den General v. Wallmoden.

Dezember  Scharnhorst im Hauptquartier zu Arnheim.

1795
15.1  Erneuter Rückzugsbeginn.

25.2. Hauptquartier des Generals v. Wall-moden in Osnabrück.

5.4. Sonderfriede von Basel.

20.4. Geburt des zweiten Sohnes Friedrich Gerhard August.

17.5. Übereinkunft zwischen Preußen und Frankreich über den Verlauf der Demarkationslinie.

August   Scharnhorst im Hauptquartier zu Diepholz.

24.11. Rückkehr mit der Artillerie nach Hannover.

1796
10.1. Tod der Mutter
Mai   Herzog Karl Ferdinand v. Braun-schweig wird zum Oberbefehlshaber über sämtliche Truppen zum Schutz der Demarkationslinie ernannt. Scharnhorsts Tätigkeit im neuen hannöverschen Hauptquartier zu Hoya: Denkschriften über die Bildung des Generalstabes und die Reorganisation der reitenden Artillerie.

11.11. Ernennung zum Generalquartiermeister.

29.12. Geburt der jüngsten Tochter Anna Sophie Emilie.

1797
Scharnhorst verfaßt weitere militärische Denkschriften: Pro Memoria, die Versamm-lung der hannöverschen. Truppen betreffend. Memoir, den Operationsplan der westfälischen Armee im Jahre 1796 betreffend. Pro Memoria, die Versammlung des hannöverschen Korps betreffend. Pro Memoria, über die Versammlung der Demarkations-Armee 1796. Persönliche Bekanntschaft mit dem Herzog v. Braunschweig und dessen Generalquartiermeister, Oberstleut-nant von Lecoq.

6.3. Erstes Angebot, in preußische Dienste zu treten.

1.8. Ernennung zum Oberstleutnant. Ausarbeitungen über die Verteidigung Westfalens und Niedersachsens gegen französische Angriffe: Pro Memoria, die Positionen an der Weser u. Leine betreffend- über die Positionen und Lagerplätze im Lippischen und bey Hameln am linken Ufer der Weser. Lagerplätze u. Positionen in der Gegend von Hameln u. Alverdissen. Herausgabe der "Militärischen Denkwürdigkeiten" 1. Teil.

1798
Tätigkeit im Hauptquartier zu Hannover. Literarische Beschäftigungen und Hausbau in Bordenau. Herausgabe der "Militärischen Denkwürdigkeiten" 2. Teil.

1800
Fortsetzung der Reformversuche im hannöverschen Heer. Erneuerte Anträge aus Preußen.



Teil 3

Bildtafel3

1801
Herausgabe der "Militärischen Denkwürdigkeiten" 3. Teil. Endgültige Verhandlungen zur Übernahme in die preußische Armee.

8.5. Vorläufige Entlassung und Abreise aus Hannover.

19.5. Förmlicher Abschied.

12.6. Anstellung als Oberstleutnant im 3. Art. Rgt. zu Berlin mit Patent vom 14. 6. 1800.

Erste Reformdenkschriften, die der Herzog v. Braunschweig mit dem Bemerken zurückgibt, daß die angestrebten Neuerungen "auf eine kgl. preußische Armee mir nicht anwendbar scheinen".

5.9. Scharnhorst wird dem Inspekteur des Militärschulwesens, Generalleutnant v. Geusau, beigeordnet und erhält den Auftrag, die Direktion über die "Lehr-Anstalt für junge Inf.- und Kav.-Offiziere in den militärischen Wissenschaften" zu Berlin zu übernehmen und dieses Institut zu erweitern.

Gründung des "Instituts für die Berlinische Inspektion" und der "Akademie für Offiziere".
Weitere geschichtliche und kriegswissenschaftliche Aufsätze für die "Militärischen Denkwürdigkeiten", deren Herausgabe Scharnhorsts Freund Hauptmann v. der Dekken (der spätere Generalfeldzeugmeister) in Hannover besorgt. Es erscheinen bis zum Jahre 1805 noch 4., 5. und 6. Band.

12.-15.11. Übersiedlung der Familie nach Berlin.

1802
24.1. Stiftung der "Militärischen Gesellschaft".
Scharnhorst wird zum Direktor gewählt.
Die Arbeiten ihrer Mitglieder werden unter dem Titel "Denkwürdigkeiten der Militäri-schen Gesellschaft" gedruckt und erscheinen in den Jahren von 1802-1805 in 5 Bänden.
Darunter Scharnhorsts Beiträge :
Über die Schlacht von Marengo. Auf Veranlassung der in dem Werke des Herrn v. Bülow: über den Feldzug von 18oo enthaltenen Relation. I, S. 52-59. Rezension: Etat militaire de la Republique francoise, pour l'an X (1802) I, S. 123-133.
Bemerkungen über die Veranlassung und den Zweck der militärischen Gesellschaft und über die Mittel zur Erreichung desselben; bei Gelegenheit des Schlusses der Gesetzrevision im Januar 1803. II, S. 73-83.
Beweis, daß die im Revolutionskriege bei den französischen Armeen eingeführte Abteilung einer Armee in Divisionen von allen Waffen schon im siebenjährigen Kriege in der Armee des Herzogs Ferdinand stattgefunden habe. II, S. 91-96.
Über die Schlacht bei Lowositz, den 1. Ok-tober 1756. II, S. 280-292.
Beantwortung der Aufgabe: Worin bestehen die sichersten Mittel, eine Armee im Kriege immer vollzählig zu erhalten; welche An-stalten müssen dazu getroffen werden; greift dieser wichtige Gegenstand in das ganze militärische System, oder läßt sich im Kriege durch augenblickliche Anordnung der große Endzweck noch erhalten? II, S 364-374.

Über die Schlacht bei Prag, den 6. Mai 1757. III, S. 45-59. über die Schlacht bei Kollin, den 18. Juni 1757. III, S. 237-244. über die Schlacht bei Roßbach, den 5. November 1757. III, S. 245-253.
Bemerkungen über die Notwendigkeit, auf Mittel zu denken, welche die Fortdauer der militärischen Gesellschaft sichern können. Bei Gelegenheit der Feier des Stiftungstages. IV, S.1-8.
Über die Schlacht bei Breslau, den 22. No-vember 1757. IV, S. 67-77
Über die Schlacht bei Leuthen, den 5. De-zember 1757. IV, S. 78-88
Über die Preisschriften und den gegenwärtigen Zustand der Militärischen Gesellschaft. V, S.1-10.

14.12. Erhebung in den Adelsstand.

1803
12.2. Tod der Gattin.
3.6. Konvention von Sulingen und Besetzung des Kurfürstentums Hannover durch die Franzosen.

Scharnhorst tritt für eine energische Intervention Preußens ein und erhofft von den Hannoveranern die Selbstverteidigung. Er besorgt den Druck seiner Geschichte von der "Verteidigung der Stadt Menin und der Selbstbefreiung der Garnison", die vorher schon in den "Militärischen Denkwürdigkeiten" erschienen war, beim Helwingschen Verlag. Der Ausfall von Menin "zeigt, was man kann, wenn man nur will".

1804
Versetzung in den Generalstab. Ernennung zum Generalquartiermeister-Leutnant und Chef der dritten Brigade. (Bearbeitung des westlichen Kriegstheaters.)

21.5. Beförderung zum Oberst.

21.6. "Verfassung und Lehreinrichtung der Akademie für junge Offiziere und des Instituts für die Berlinische Inspektion."

1.10. Die neue Organisation der Militärakademie tritt in Wirksamkeit. Scharnhorst "Direktor der Akademie" und geistiger Mittelpunkt. "Handbuch der Artillerie", 1. Band. Helwingscher Verlag Hannover. Herausgabe des "Militär-Kalenders für 1804" Berlin. Gemeinschaftsarbeit mit dem Freunde Professor Stützer. Darin: "Die kritische Übersicht des Feldzuges in den Niederlanden 1793" von Scharnhorsts Feder.

2.12. Scharnhorsts Denkschrift an Hardenberg: "Über unsere jetzige militärische Lage". Er fordert ein kräftiges außenpolitisches Benehmen: "Nur dadurch darf man sich schmeicheln, den Frieden zu erhalten. Die-sen Beweis der Welt vor Augen zu legen, ist für die Achtung des Monarchen und die Ruhe des Nordens gleich wichtig. Ein Staat gleicht einem Handelshause: hat er den Kredit verloren, so ist er seinem Fall nahe. Der Verlust der Länder, welche nie ein Feind in Besitz hatte, schlägt ihn so wie eine verlorene Schlacht nieder und erzeugt Mißmut und Ungehorsam."

1805
Generalstabsreisen mit den Offizieren der 3. Brigade im Bereich des westlichen Kriegstheaters.

26.6. Urlaub zu einem längeren Aufenthalt in Hannover und Bordenau.

7.9. Teilmobilmachung des preußischen Heeres. Scharnhorst Generalstabschef beim Korps des Generals v. Kalckreuth in Pommern, kurz darauf beim neu gebildeten niedersächsischen Korps in Hildesheim. Die Franzosen ziehen sich auf Hameln zurück, die preußischen Truppen werden in Hannover freundlich empfangen.

3.11. Vertrag mit Rußland und Österreich in Potsdam.

21./22. 11. Scharnhorst nimmt am Kriegsrat in Berlin teil.

2.12. Schlacht bei Austerlitz.

Dezember Scharnhorst im Hauptquartier zu Gotha.

1806
8.2. Generalquartiermeister des Besatzungskorps für Hannover unter General v. Schulenburg in Hildesheim.

19.4. Denkschrift an Hardenberg über die politische und militärische Lage: "Unser System der Neutralität und des Friedens hat, obgleich es dem Herzen des Königs Ehre macht, dennoch nichts als Erschöpfung der Hilfsmittel zum Kriege, verminderte Achtung von den anderen Koalitionen und Nationen und Mißtrauen im Inneren hervorgebracht.

April  Revolutionäre Denkschrift über die Landesverteidigung. "Handbuch der Artillerie", 2. Band. Helwingscher Verlag, Hannover .

Juli/Aug. Kuraufenthalt in Bad Driburg.

10.8. Mobilmachung der preußischen Armee. Generalquartiermeister bei General v. Rüchel, Tätigkeit in Hannover und Göttingen.

17.9. Versetzung als Generalquartiermeister zur Hauptarmee unter dem Kommando des Herzogs v. Braunschweig nach Naumburg.

9.10. Verlegung des Hauptquartiers nach Erfurt.

9.10. Preußisches Kriegsmanifest.

10.10. Treffen bei Saalfeld.

14.10. Schlachten bei Jena und Auerstädt.

16.10. Scharnhorst vereinigt sich in Nordhausen mit Blücher. Marsch der schweren Artilleriekolonne um den Harz.

24./25.10. Blüchers Übergang über die Elbe.

28.10. Kapitulation des Fürsten Hohenlohe bei Prenzlau.

3.11. Treffen bei Kriewitz.
6.11. Straßenkampf in Lübeck und Scharnhorsts Gefangennahme.

7.11. Blüchers Kapitulation bei Ratekau.

9.11. Scharnhorst wird mit dem gefangenen französischen Oberst Gerard ausgewechselt- Wiedersehen mit Blücher in Hamburg: "Wie Sie gefangen waren, war ich verloren. Sie waren die Seele meines Korps; ohne Sie hatte niemand Mut, ohne Sie konnte nichts geschehen."

Blüchers Bericht an den König:
"Vorzüglich finde ich mich verpflichtet, Eurer Majestät besonderen Gnade den vortrefflichen, in jeder Hinsicht vortrefflichen Obersten v. Scharnhorst zu empfehlen, dessen fester Entschlossenheit und einsichtsvollem Rate ein großer Teil des glücklichen Ausganges meines mühsamen Rückzuges zugeschrieben werden muß, indem ich es gern bekenne, daß ohne die tätige Hilfe dieses Mannes es mir kaum zur Hälfte möglich gewesen wäre, das zu leisten, was das Korps wirklich geleistet hat."

8.12. Scharnhorsts Ankunft im königlichen Hauptquartier zu Wehlau in Ostpreußen.



Teil 4

Bildtafel4

1807
Januar Neue Verwendung als "Führergehilfe" bei General v. L'Estocq.

8.2. Schlacht bei Preußisch-Eylau. Verleihung des Pour le mérite.

25.4. Konvention von Bartenstein: Der Zar von Rußland und der König von Preußen bekräftigen ihr Bündnis und sehen als Ziel ihrer gemeinsamen Politik die wiederhergestellte Unabhängigkeit Europas.

27.5. Kapitulation von Danzig.

16.6. Zerwürfnis mit dem Korpskommandeur, Scharnhorst verläßt das Hauptquartier und kehrt zum König nach Memel zurück.

25.6. Abschluß des Waffenstillstandes.

3.7. Zusammentreffen mit dem Bruder, der als Offizier der hessen-darmstädtischen Garde im Heerhaufen Napoleons dient, im Hauptquartier der drei Monarchen zu Tilsit.

9.7. Friede von Tilsit.

17.7. Ernennung zum Generalmajor und Vorsitzenden der Militär-Reorganisations-Kommission. "Er war zu dem Geschäft einer neuen Heeresbildung vollständig befähigt, denn Kriegs- und Weltbildung vereinigten sich bei ihm in seltener Weise und erzeug-ten mit der Schärfe seines Urteils und seiner edlen Gesinnung die richtigen Erfordernisse eines Kriegsgesetzgebers" (nach Boyen).

Beginnender Aufbau der Armee und einer neuen Wehrverfassung im Rahmen der politischen und gesellschaftlichen Umgestaltung. Stein und Scharnhorst vereinigen sich in der Gemeinsamkeit ihres Werkes: Bauernbefreiung, Selbstverwaltung, Reorganisation der Staatsbehörden und Heeresreform bilden eine unlösbare Verflechtung. Organisation, Ausrüstung und Kampfweise der neuen Armee werden der revolutionierten Kriegführung angepaßt.
Nationale Repräsentation und allgemeine Wehrpflicht, Selbstverwaltung und Nationalmiliz werden als zusammengehörend gefordert.
Oberstes Ziel ist ein schlagkräftiges Heer für den Freiheitskampf.

17.8. Scharnhorst erhält vom König die vakante Amtshauptmannschaft Rügenwalde. Er hatte freiwillig auf einen Teil seines Gehaltes als Generalmajor verzichtet.

27.11. Einsetzung der Immediat-Untersuchungskommission, um das Offizierkorps von physisch nicht mehr verwendbaren und moralisch unwürdigen Elementen zu reinigen.

Dezember  Heftige Kämpfe der Reformer gegen die Männer der Oppositionspartei in der Reorganisations-Kommission.

1808
14.1. Übersiedlung der Reorganisations-Kornmission mit dem Königshof von Mernel nach Königsberg. Immediat-Bericht der Kommission und" Vorläufiger Entwurf zur Verfassung der Provinzialtruppen". Die Nationalmiliz als Inbegriff des Bündnisses zwischen Regierung und Nation.

15.3. Nach mehrfachen internen Beratungen wird dieser Entwurf vom Staatsminister v. Stein "vollkommen gebilligt". Das Wehrpflichtgesetz kommt nicht zustande, da der König zögert.

April  Stiftung des Tugendbundes.

Juni
Scharnhorst wird auf Betreiben Steins vortragender Generaladjutant. Damit ist die für die gute Sache unerläßliche Diktatur hergestellt.
Reform der Armee-Verwaltung, Abschaffung der alten Kompanie-Wirtschaft, Unterordnung aller militärischen Instanzen unter eine Behörde: 1. Abt. allgemeines Kriegsdepar-tement (Organisation und Kommando). 2.. Abt. Ökonomische Verwaltung. Scharnhorst wird die 1. Abt. zum Vortrag überwiesen- seinem Gegner Obstl. Graf Lotturn die 2. Abt.

15.7. Die von den Reformern geforderte zentral geführte Organisation des einheitlichen Kriegsministeriums bleibt unverwirklicht.
Die drei Verordnungen vom August 1808:

Reform der Militärstrafen.

Die neuen Kriegsartikel.

Reglement über die Besetzung der Stellen der Portépée Fähnriche und über die Wahl zum Offizier bei der Infanterie, Kavallerie und Artillerie.

6.8. Das Krümpersystem.

Volkskrieg in Spanien. Scharnhorst als Haupt der Kriegspartei in Preußen, eigene Aufstandspläne. Maßgebliche Autoritäten der zivilen Staatsbehörde und des Bildungsbürgertums gegen die allgemeine Wehrpflicht.

8.9. Pariser Konvention: Preußen muß sich verpflichten, nicht mehr als 42000 Soldaten zu halten.

27.9. Erfurter Kongreß.

26.11. Steins erzwungene Entlassung.

16.12. Steins Ächtung durch Napoleon.

25.12. Das neue Ministerium Altenstein. Scharnhorst wird zum Chef eines provisori-schen Kriegsministeriums als 5. Abt. des Staatsrates ernannt. Diese Institution bleibt in allen Militär. Angelegenheiten das Organ des Königs als höchste Armeebehörde.

27.12. Scharnhorst begleitet den König nach Petersburg

1809
10. 2. Rückkehr von Petersburg.

März  Scharnhorst erkrankt an einem schweren Nervenfieber.

April  Eintritt seines ältesten Sohnes Wilhelm als Fähnrich beim brandenburgischen 3. Husarenregiment.

15.4. Kriegserklärung Österreichs an Frankreich.

28.4. Schills Erhebung. Scharnhorst wird als Usurpator denunziert, der den Prinzen August auf den Thron setzen will und in Verbindung mit dem Schillschen Unternehmen steht.
Die beiden Reformer Grolmann und Gneisenau verlassen Preußen.

26.5. Scharnhorst bittet den König, ihn von der Leitung des allgemeinen Kriegsdepartements zu entbinden, um das Reformwerk nicht zu gefährden. Die Bitte wird abgelehnt, aber ein Gegner der Reform, Obstl. v. Hake, als Nachfolger Grolmanns berufen.

13.6. Tod des Bruders Wilhelm in Hannover.

12.7. Tod des Bruders Heinrich nach seiner Verwundung in der Schlacht bei Wagram.

Scharnhorsts Denkschrift "über die militärischen Anordnungen der aufzustellenden Streitmittel beim Ausbruch eines Krieges". Die allgemeine Wehrpflicht wird erneut gefordert. Widersetzlichkeiten der Militärreakti-on gegen das Kriegsdepartement, offene Klagen über organisatorische Maßnahmen der Reformpartei und neue heimliche Verleumdungen. Der König spricht Scharnhorst in Gegenwart aller Minister seine Unzufriedenheit über die Militärbehörden aus.

August  Große Verteidigungsdenkschrift: " Vergleichung der ehemaligen Geschäftsfüh-rung der militärischen Oberbehörden mit der jetzigen"
"Meine Absicht ist nicht, in diesem Aufsatz Personen anzuklagen, sondern die Zweck-mäßigkeit der neuen Organisation darzulegen. Die Personen konnten bei der alten nicht anders handeln und auch nicht mehr tun als sie taten. Die Materialien der Armee und die National-Stimmung hatte die Richtung zu großen heroischen Taten, aber die Verfassung der Armee und die Oberbehörden derselben erstickten diese Tugenden oder hinderten, daß wir von ihnen Früchte sahen, da sie Greise an die Spitze stellten, der Einbürgerung und der Eigennützigkeit, welche dem menschlichen Geschlechte eigen ist, freien Lauf ließen, oder sie gewis-sermaßen beförderten, und überall einen größeren Wert auf die Form als auf den Geist legten." Dieser Schrift ist das Abschiedsgesuch beigefügt. Der König bewilligt den Abschied nicht und sucht durch neue Vertrauensbeweise sein Unrecht wiedergutzumachen. Abreise der beiden Söhne nach England auf Wunsch des Vaters. Sie treten in die deutsche Legion ein und kämpfen in Spanien. Wilhelm verliert bei der Belagerung Von Salamanca im Juni 1812 ein Auge.

14.10 Friede von Wien.

10.11. Vermählung der Tochter Julie mit dem Hauptmann i. G. Graf Friedrich zu Dohna auf Schloß Finkenstein i. Ostpr. (Der Schwiegersohn starb am 24. 2. 1859 als preußischer Generalfeldmarschall, Julie be-reits am 20. 2.1827 )

23.12. Rückkehr des Königs und seines Hofes nach Berlin auf Geheiß Napoleons. Scharnhorst mit seinem Schwiegersohn und mit Clausewitz im Gefolge. Unmittelbar danach erneute Erkrankung, die jedoch schnell vorübergeht.

1810
5.2. Der Versuch zur Lösung der Wehrpflichtfrage wird wieder aufgenommen. Schlußbericht der Kommission, dem auch die Reformgegner zustimmen. Das Gesetz wird jedoch wiederum zu Fall gebracht. Selbst fortschrittliche Männer aus der ehe-maligen Mitarbeiterschaft des Freiherrn v. Stein sprechen sich gegen die "Permanenz des Dienstes" aus und sehen in der allgemeinen Wehrpflicht ein kulturfeindliches Moment. Hardenberg lehnt sie ebenfalls ab, weil er eine empfindliche Störung seiner Finanz- und Friedenspolitik fürchtet.

März  Scharnhorst wird als Parteigänger Englands und Feind Frankreichs in der Pariser Presse angegriffen. Napoleons Gesandter in Berlin rät zum Rücktritt. Der König kann sich zunächst noch nicht von seinem Getreuen trennen und will die bevor-stehende Neubildung des Kabinetts abwarten.

6.6. Hardenberg wird zum Staatskanzler ernannt.

7.6. Zeitungsnachricht: "Seine Majestät haben dem Generalmajor v. Scharnhorst die wegen seiner geschwächten Gesundheit smon längst erbetene Entlassung von dem Posten als Chef des allgemeinen Kriegsdepartements gnädigst bewilligt."

20.6. Der Nachfolger, Oberst v. Hake, erhält den Geheimauftrag, keine wichtigen Entscheidungen ohne Scharnhorsts Kenntnis zu treffen :
„Verabredete Verhältnisse zwischen dem General v. Scharnhorst und dem Oberst v. Hake gemäß dem Befehl der allerhöchsten Kabinettsordre vom 6. ds. Monats." Scharn-horst richtet auf Hardenbergs dringenden Rat ein persönliches Rechtfertigungsschrei-ben an den französischen Gesandten in Berlin, worin er zum Ausdruck bringt, er bezeichne es "als ein Unglück, dem größten Monarchen der Welt mißfallen zu haben". Diese für die preußische Sache auf sich genommene Demütigung erfüllt ihren Zweck.

22.6. Ernennung zum Chef des Ingenieurkorps und des Militärbildungswesens sowie zum Inspekteur der Festungen. Die Generalstabs-Geschäfte werden wie bisher besorgt. Organisation der allgemeinen Kriegsschulen und der Kriegsakademie.

20.8. Abreise zur Kur nach Schlesien.

2.- 30.9. Inspektion der schlesischen Festungen.

1811
Die Weltlage verändert sich. Aus dem rus-sisch französischen Bündnis wird eine auch für Preußen gefährliche Gegnerschaft. Scharnhorst und Hardenberg halten eine Neutralität für ausgeschlossen. Beginn neuer geheimer Rüstungen. Hardenbergs Außenpolitik schwankt zwischen Paris und Petersburg hin und her. Beunruhigende Haltung Frankreichs gegenüber Preußen. Der König entschließt sich, im Kriegsfalle mit Rußland zu gehen, aber nur unter Vorbehalt und mit halbem Herzen. Scharnhorst soll nach Petersburg reisen, um die notwendigen militärischen Absprachen zu treffen. Diese Mission wird durch eine dienstliche Inspektionsreise und vorübergehenden Aufenthalt in Ostpreußen getarnt. (Scharnhorst hatte im Juli das kgl. Domänenamt Dollstädt gekauft, um sich einen Ruhesitz zu schaffen. Das Bordenauer Erbgut war an die Tochter abgetreten und dem Bruder Friedrich zur Verwaltung übertragen.)

29.7. Abreise aus Berlin. Gneisenau, der bereits im Vorjahr unbemerkt über Schweden aus Rußland zurückgekehrt war und sich auf sein schlesisches Landgut begeben hatte, wird Hardenbergs militärischer Ratgeber.

21.8. Scharnhorst geht nach beendeter Inspektion nach Dollstädt. "Wenn sonst die Russen und Franzosen nicht dazwischen kommen, soll hier ein schöner Haushalt stattfinden." (Brief an die Tochter, die über den Auftrag ihres Vaters nicht unterrichtet werden durfte.)

10.9. Aufbruch nach Petersburg. Der russische Paß ist auf einen gewissen Oberst Menin ausgestellt, der als Verwundeter aus der Türkei zurückkehrt.

4. und 12.10. Beratungen in Petersburg.

17.10. Militärkonvention auf der Grundlage preußischer Vorschläge.

1811
November Rückkehr nach Berlin.

Hardenberg hatte inzwischen sein System erneut geändert, da sich Napoleon dem russischen Gesandten gegenüber friedenswillig zeigte, um Zeit für die eigenen Rüstungen zu gewinnen.

29.10. Napoleon verlangt Beitritt Preußens zum Rheinbund, oder Schutz- und Trutzbündnis mit Frankreich. Beides bedeutet Verzicht auf die eigene Souveränität.
Der König hält einen Krieg gegen Napoleon nur an der Seite Rußlands und Osterreichs für möglich.

19.11. Scharnhorst wird mit einer neuen diplomatischen Mission beauftragt: er soll in Wien die erforderlichen Verhandlungen im Sinne der preußischen Absichten führen und nichts verschweigen, was sich in Petersburg zugetragen hatte. Er reist unter dem Namen eines Geheimrats Ackermann aus Pommern.

30.11. Ankunft in Wien. Kühle Aufnahme, da man ihn als Haupt des gefürchteten Tu-gendbundes verdächtigt. Man könne "nur offen mit einem Preußen reden, der von der gefährlichen Lage seines Vaterlandes durchdrungen ist, der diejenige Österreichs würdigen kann und den exzentrischen Plä-nen einer Clique fern ist, welche schon ungezähltes Unheil über die preußische Monarchie gebracht hat".

Die Verhandlungen werden durch englische Agenten vermittelt.

6.12. Metternich wünscht eine schriftliche Stellungnahme zur militärischen Lage.

26.12. Metternich macht nach anfänglichen vagen Zusagen die Eröffnung, daß Österreich im Augenblick nicht Hilfe leisten könne, daß alles in Zukunft von den Umständen abhänge. Er rät jedoch zur Anlehnung an Rußland.

29.12. Scharnhorst verläßt Wien.

1812
Scharnhorst reist über Jägerndorf nach Schlesien, wo er zur Täuschung der französischen Spione die Festungen Silberberg, Glatz, Neiße und Breslau besichtigt.

24.1. Ankunft in Berlin. Enttäuschung unter den Patrioten.

28.2. Einmarsch französischer Truppen in Pommern.

2.3. Schreckensnachricht, daß sich Franzo-sen in Magdeburg zum Marsch auf Bran-denburg bereitstellen. In Erwartung eines Gewaltstreiches werden Vorbereitungen zum Verzweiflungskampf getroffen.

5.3 Ratifikation des am 24. 2. in Paris abgeschlossenen Bündnis- und Unterwerfungsvertrages mit Frankreich.
Scharnhorst muß aus Sicherheitsgründen Berlin verlassen. Auch andere Offiziere aus der Umgebung des Königs, die gegen den Bündnisvertrag opponiert hatten, konnten nicht länger bleiben.

11.3. Boyen wird längerer Urlaub gewährt. Er geht nach Rußland.

21.3. Hardenbergs Tagebucheintragung: "Gneisenau parti le soir pour Petersbourg, la Suede, L ' Angleterre, Commission secrète."
Scharnhorst gibt die Generalstabs-Geschäfte ab, er behält nur die Aufsicht über die Kriegsschulen, die Munitions- und Waffenfabrikation und die Festungen.

26.4. Die Bestimmung über "die verabrede-ten Verhältnisse zwischen Generalmajor v. Scharnhorst und Oberst v. Hake vom 6.6.1810 bleibt unter den gegenwärtigen Umständen suspendiert".
Aufenthalt in Schlesien. Literarische Arbei-ten: "Exerzierreglement für die Infanterie der Kgl. Preußischen Armee", erschienen in Berlin 1812.
"Über die Wirkung des Feuergewehrs für die kgl. preuß. Kriegsschulen", erschienen in Berlin 1813.
Arbeiten am 3. Teil des "Handbuches der Artillerie" und an einem neuen Werk, das "den Krieg und die Kriegführung" behandeln soll.
"Hätte ihn nicht ein ruhmvoller Tod einem noch ruhmvolleren Leben entrissen, so wür-de in seinen letzten schriftstellerischen Arbeiten sein Verdienst um die Theorie des Krieges sich gewissermaßen verkörpert haben und allen sichtbar geworden sein....Die meisten Materialien waren bereits gesam-melt und finden sich noch wohl in seinem Nachlasse, aber es dürfte dennoch schwer sein, diese Werkstücke ohne ihren Baumei-ster zusammenzufügen, denn sein Denken ist zu originell. Er nahm die Dinge zu wenig auf die Art der anderen, So daß man fürchten muß, wenn man auch das ganze Material hat, immer noch die Seele, den bildenden Gedanken zu verfehlen." (Clausewitz)
Besichtigung der Gewehr- und Stückgießereien im schlesischen Industrierevier.

24.6. Übergang der großen Armee über den Njemen.

17.8. Schlacht bei Smolensk.

7.9. Schlacht bei Borodino.

14.9. Einzug Napoleons in den Kreml.

16.-19.9. Brand Moskaus.

19.10. Rückzug der großen Armee aus Rußland.

28.11. Schlacht an der Beresina und Übergang des sich auflösenden Heeres.

29.12. Scharnhorst versucht, den König zum Residenzwechsel zu bewegen, und bittet um Neuverwendung, da ihn das Nichtstun aufreibe.

30.12. Konvention von Tauroggen



Teil 5

Bildtafel5

1813
9.1. Scharnhorst mahnt Hardenberg, unverzüglich mit allen Mitteln zu rüsten.

21.1. Ankunft Steins als Bevollmächtigter des Zaren in Königsberg.

22.1. Abreise des Königs nach Breslau.

28.1. Scharnhorst, Hardenberg und Hake bilden ein Kommissorium zur Vermehrung der Armee.

Scharnhorst fordert entschlossenes Handeln. Es komme darauf an, den Krieg auf das linke Weichselufer zu tragen. Nach Vereinigung mit den russischen Streitkräften bestünde die berechtigte Aussicht, die Franzosen über die EIbe zu treiben. "Napoleon scheint auf unsere Unentschlossenheit zu rechnen. Er behandelt Preußen im Glück wie im Unglück mit Mißtrauen und Verachtung." Verhandlungen mit Rußland werden eingeleitet.

3.2. Manifest und Aufforderung zum freiwilli-gen Kriegsdienst, Bildung von Jäger-Detachements.

9.2. Verordnung über die Aufhebung der bisherigen Exemptionen von der Kanton-pflichtigkeit für die Dauer des Krieges.

18.2. Major v. Lützow erhält die Erlaubnis zur Werbung im "Auslande", um ein Freikorps aus nichtpreußischen Freiwilligen aufzustellen.

19.2. Yorck, der die Konvention von Tauroggen bereits als überholt betrachtet hatte und mit seinem Korps bis an die untere Weichsel gerückt war, überschreitet den Strom.

22.2. Zusammenkunft mit General v. Bülow und dem Fürsten Wittgenstein in Konitz, um den Vormarsch an der Oder zu beraten. "Wer viel fragt, bekommt viel Antworten."

25.2. Steins Ankunft in Breslau. Verhandlungen, um den beabsichtigten Bündnisvertrag mit Rußland zu formulieren.

26.2. Der König billigt die Vertragsbestimmungen mit innerem Widerstreben. Zweck des bevorstehenden Kampfes ist die Befreiung Europas. Preußen will nur eine breite Landverbindung mit Ostpreußen und verlangt Entschädigungen im Westen. Es verpflichtet sich, alle militärischen Kräfte aufzubieten.

27.2. Sendung Scharnhorsts nach Kalisch, um den Vertrag bestätigen zu lassen und um den gemeinsamen Operationsplan festzulegen.

28.2. Das Schutz- und Trutzbündnis wird von Kutusow, dem russischen Oberbefehlshaber, unterschrieben.

4.3. Rückzug der Franzosen über die EIbe.

10.3. Stiftung des Eisernen Kreuzes.

11.3. Ernennung Scharnhorsts zum Generalleutnant und Generalquartiermeister der Armee.

12.3. Yorck wird von aller Schuld freigesprochen.

17.3. Verordnung über die Organisation der Landwehr. Aufruf an mein Volk. (Haude-Spenersche Zeitung in Berlin Nr. 35.23.3)

27.3. Preußens Kriegserklärung an Frank-reich.

21.4. Errichtung des Landsturms.

25.4. Scharnhorsts Angriffsplan wird nicht gebilligt.

2.5. Schlacht bei Groß-Görschen und Scharnhorsts Verwundung.

6.5. Verleihung des Eisernen Kreuzes.

8.5. Scharnhorst übernimmt den militärpolitischen Auftrag, Österreich für die Kriegskoalition zu gewinnen und bricht nach Wien auf. Umkehr nach Prag auf Anraten Metternichs. Verschlimmerung der Wunde. Besprechungen mit Feldmarschall v. Schwarzenberg und dessen Stabschef Radetzky am Krankenbett in Prag.

4.6. Abschluß des Waffenstillstandes.

28.6. Scharnhorsts Tod in Prag.

30.6. Bestattung und große militärische, vom Feldmarschall-Leutnant Marquis v. Chasteler kommandierte Trauerparade in Prag.

1834
2.5. Vollendung des Grabmonuments auf dem Berliner Invalidenkirchhof. Überführung der sterblichen Überreste von Prag nach Berlin.