DATEN UND FAKTEN ZUM LEBEN UND WIRKEN SCHARNHORSTS

( * 12.11.1755 Bordenau     +28.6. 1813  Prag  beigesetzt auf dem Invalidenfriedhof Berlin)


(Quelle:Hansjürgen Usczek, Scharnhorst  (Militärverlag der DDR) Berlin 1974
Wird aus anderen Quellen ergänzt
 

1755  1778   1779    1781   1782    1783   1784   1785  1788   1790  1791

1792   1793   1794    1795   1796    1797  1798    1799  1800

1801   1802   1803    1804    1805   1806

1807  1808     1809   1810    1811    1812    1813
 

1755
12.11. Gerhard Johann David Scharnhorst in Bordenau bei Hannover geboren

1756-1763 Siebenjähriger Krieg

1771-1777 Scharnhorst absolviert die Kriegsschule des Grafen Wilhelm von Schaumburg-Lippe auf dem Wilhelmstein

1775-1783 Unabhängigkeitskrieg der nordamerikanischen Kolonien gegen die britische Krone

1778 Scharnhorst tritt als Fähnrich in die hannoversche Armee ein ("Estorff-Dragoner")

1778-1779 Bayerischer Erbfolgekrieg

1779 Scharnhorst wird Lehrer an der Regiments-Kriegsschule in Nordheim (Northeim)

1781
Scharnhorst veröffentlicht seine erste publizistische Arbeit

1. 11. Aufhebung der Leibeigenschaft in Österreich

1782
Scharnhorst wird Lehrer an der Artillerieschule in Hannover und gibt die "Militair-Bibliothek" heraus

1783
Scharnhorst unternimmt eine Bildungsreise

1784
Scharnhorst gibt die "Bibliothek für Officiere" heraus

1785
24.4 Eheschließung mit Clara Schmalz

1787-1790 Scharnhorst veröffentlicht die drei Bände des "Handbuchs für Officiere in den anwendbaren Theilen der Kriegswissenschafen"

1788 Scharnhorst beginnt mit der Herausgabe des "Neuen militairischen Journals"

1789
14.7. Sturm auf die Pariser Bastille; Beginn der französischen Revolution

1790 Scharnhorst veröffentlicht die "Geschichte der Belagerung von Gibraltar 1779 bis 1782"

1792
Scharnhorst veröffentlicht das "Militairische Taschenbuch zum Gebrauch im Felde"

20. 4. Beginn des konterrevolutionären Interventionskrieges Osterreichs und Preußens gegen Frankreich

25 .7. Der preußische Oberbefehlshaber droht die Plünderung und Zerstörung von Paris an

20. 9. Kanonade von Valmy

19. 10. Ernennung Scharnhorsts zum Titular-Kapitän

1793
21. 1. Hinrichtung König Ludwigs XVI. von Frankreich

1.2. Eintritt Großbritanniens in die Koalition gegen Frankreich. Spanien, Portugal, die Niederlande, Sardinien und Neapel folgen
( 1. Koalitionskrieg 1793 bis 1797)

18.3. Ausrufung der Mainzer Republik Ausmarsch hannoverscher Truppen, denen auch Scharnhorst angehört, zum Krieg gegen Frankreich als Teil des britischen Expeditionskorps

31.5.-2.6. Sturz der Girondisten, die politische Macht in Frankreich geht in die Hände der Jakobiner über

23.8. Der Jakobinerkonvent dekretiert das allgemeine Volksaufgebot und setzt die demokratische Reorganisation der Revolutionstruppen durch

Sept.-Okt. Siege der Revolutionsarmeen über eine deutsch-eng- lische Armee bei Hondschoote (8. 9.) und über eine österreichische Armee bei Wattignies (14./1 5. 10.)

1. 12. Scharnhorst beendet das Vorwort zu "Unterricht des Königs von Preußen an die Generale seiner Armee" Das Buch wird 1794 veröffentlicht.

1794
26.4.-30.4. Belagerung von Menin durch französische Truppen, Ausbruch der Besatzung unter führender Mitwirkung Scharnhorsts

17.6. Scharnhorst wird zum Major ernannt und in den hannoverschen Generalquartiermeisterstab versetzt
Vernichtende Niederlage der österreich-englisch-holländischen Hauptarmee bei Fleurus

Juni Preußische Truppen rücken zur Niederschlagung des Aufstandes unter Kosciuszko in Polen ein

27.7. Sturz der Jakobinerdiktatur. Die liberale lndustrie- und Handelsbourgeoisie übernimmt die politische Macht in Frankreich

Sept.-Okt. Die österreichische und die preußische Armee ziehen sich vor den französischen Truppen über den Rhein zurück

1795
Aufenthalt in Westfalen (Münster, Osnabrück, Bentheim, Schüttorf)

5.4. Unterzeichnung des Baseler Friedens zwischen Frankreich und Preußen. Preußen erkennt die französische Republik an und stimmt in einem Geheimvertrag der Abtretung seiner linksrheinischen Gebiete gegen Entschädigung im Rechtsrheinischen zu. Norddeutschland wird neutralisiert und faktisch der Hegemonie Preußens unterstellt. Preußen verläßt aus dynastischen Gründen die konterrevolutionäre Koalition

17.5. Übereinkunft zwischen Preußen und Frankreich über die Demarkationslinie in Norddeutschland. Hannover anerkennt wenig später die Neutralität Norddeutschlands und beteiligt sich an der Bewachung der Demarkationslinie

24.10. Dritte Teilung Polens. Preußen annektiert Gebiete südlich und östlich Ostpreußens mit Warschau

14.11. Rückkehr eines Teils der hannoverschen Truppen,zu dem auch Scharnhorst gehört, nach Hannover

1796
Tätigkeit Scharnhorsts im hannoverschen Hauptquartier. Er organisiert die Ausbildung der Feldguiden und der jüngeren Ingenieuroffiziere

Mai Denkschriften Scharnhorsts über die Bildung eines Generalstabes und die Reorganisation der reiten- den Artillerie

11.11. Ernennung Scharnhorsts zum Generalquartiermeister

1797
Scharnhorst verfaßt wichtige Denkschriften über die Verteidigung Norddeutschlands gegen einen französischen Angriff

Fortsetzung des "Neuen militairischen Journals" mit dem Untertitel "Militairische Denkwuerdigkeiten unserer Zeiten, insbesondere des französischen Revolutionskrieges im Jahre 1792 u. s. f.  Die erste Nummer enthält Scharnhorsts Aufsatz "Entwicklung der allgemeinen Ursachen des Glücks der Franzosen in den Revolutionskriegen und insbesondere in dem Feldzuge von 1794"

6.3. Erstes Angebot an Scharnhorst, in preußische Dienste zn treten

1.8. Scharnhorst wird zum Oberstleutnant ernannt

1798
Tätigkeit Scharnhorsts im Hauptquartier zu Hannover. Bekanntschaft mit dem Freiherrn vom Stein

11.3. In Raststatt akzeptiert Deputation des Reichstages die Forderung Frankreichs nach Anerkennung der Rheingrenze

1799
1.3. Beginn des zweiten Koalitionskrieges (England, Rußland, Osterreich) gegen Frankreich (1799-I802)

9.11. Napoleon stürzt das Direktorium und errichtet als Erster Konsul der Republik auf Lebenszeit eine Militärdiktatur im Klasseninteresse der französischen Großbourgeoisie (18. Brumaire)

1800
Verhandlungen über eine Verbesserung und zweckmäßigere Einrichtung des hannoverschen Heeres, wozu auch Scharnhorst seine Vorschläge unterbreitet. Scharrnhorst wird erneut der übertritt in die preußische Armee angeboten

1801
Reformdenkschriften Scharnhorsts an den preußischen König über die Errichttung von Armee-Divisionen aus allen Waffen und über die Ausbildung des dritten Gliedes im Tiraillieren. Werden vom Herzog von Braunschweig mit der Bemerkung zurückgewiesen, daß die angegebenen Neuerungen "auf die Kgl. preuß. Armee nicht anwendbar seien".

8.5. Vorläufige Entlassung Scharnhorsts aus hannoverschen Diensten

12.5. Anstellung Scharnhorsts als Oberstleutnant im 3. preußischen Artillerieregiment und Lehrer an der Akademie für junge Offiziere in Berlin
 

1802
Stiftung der Militärischen Gesellschaft zu Berlin, in der Scharnhorst die führende Rolle spielt. 1802 bis 1805 erscheinen die »Denkwuerdigkeiten der Militaerischen Gesellschaft«. die zahlreiche Beiträge Scharnhorsts enthalten

1803
14.12. (14.09.) Nobilitierung Scharnhorsts (Erhebung in den erblichen Adelsstand  seit dem von Scharnhorst)

Reichsdeputationshauptschluß. Zwecks Entschädigung einiger ehemaliger linksrheinischer Fürsten. deren Gebiet an Frankreich gefallen ist, werden zahlreiche kleinere Herrschaften im rechtsrheinischen Gebiet aufgelöst. Bedeutete die Beseitigung der schlimmsten Auswüchse staatlicher Zersplitterung, Machtzuwachs Preußens, Schaffung größerer von Napoleon abhängiger Staaten in Süddeutschland. Schwächung der Stellung Österreichs, Einleitung der Auflösung des deutschen Reiches

18.5. England erklärt Frankreich erneut den Krieg

Juni   Tod der Ehefrau Clara Schmalz (beigesetzt in Bordenau)

3.6. Besetzung Hannovers durch die Franzosen

1804
Veröffentlichung des ersten Bandes von Scharrnhorsts »Handbuch der Artillerie«

18. 5. Napoleon durch Senatsbeschluß als erblicher Kaiser der Franzosen ausgerufen
21.5. Ernennung Scharnhorsts zum Oberst und zum dritten Generalquartiermeisterleutnant des preußischen Generalquartiermeisterstabes

21.6. Neuorganisierung preußischer Einrichtungen für die Offiziersausbildung entsprechend Scharnhorsts Entwurf »Verfassung und Lehreinrichtung der Akadamie für junge Offiziere und des Instituts der Berlinischen Inspektion«

2.12. Denkschrift Scharnhorsts »Über die jetzige militärische Lage« an Hardenberg

1805
11.5. Offensivbündnis Englands und Rußlands gegen Frankreich, dem sich Osterreich am 5.8. anschließt

1.9. Befehl zur Mobilisierung von 80.000 Mann der preußischen Armee

Okt. Beginn des dritten Koalitionskrieges gegen Frankreich  (Okt.-Dez. 1805)

21.10. Französisch-spanische Flotte bei Trafalgar durch englische Flotte unter Nelson vernichtet

11.3. Preußen sichert in Potsdam der Koalition Waffenhilfe zu

2.12. Napoleon schlägt bei Austerlitz die russisch-österreichische Armee vernichtend

15.12. Preußen schließt mit Napoleon gegen Zusicherung Hannovers ein Abkommen und zwingt dadurch Österreich zum Friedensschluß

1806
Veröffentlichung des zweiten Bandes von Scharnhorsts »Handbuch der Artillerie«

23.3. Preußen besetzt Hannover und sperrt die Nordseehäfen für England

April  Denkschriften Scharnhorsts über die politische und militärische Lage und über die Landesverteidigung (Aprildenkschrift)

14.7. Bildung des Rheinbundes durch 16 deutsche Fürsten unter dem Protektorat Napoleons

6.8. Kaiser Franz II. legt die deutsche Kaiserkrone nieder; Ende des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation

9.8. Mobilisierung der preußischen Armee gegen Frankreich befohlen, da Napoleon mit England über die Rückgabe Hannovers verhandelt und preußische Gebiete besetzt hält
Scharnhorst als Generalquartiermeister im Korps des Generals von Rüchel eingesetzt

17.9. Versetzung Scharnhorsts als Generalquartiermeister zur Hauptarmee

9.10. Preußen erklärt Frankreich den Krieg

14.10. Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt. Preußische Armee vernichtend geschlagen

16.10. Scharnhorst schließt sich in Nordhausen Blücher an

6.11. Kampf des Blücherschen Korps gegen verfolgende französische Truppen in Lübeck. Scharnhorst gerät in französische Gefangenschaft

21.11. Napoleon dekretiert in Berlin die Kontinentalsperre

4.12. Der durch Austausch aus der Gefangenschaft: befreite Scharnhorst trifft in Ostpreußen ein

10.12. Scharnhorst wird als Berater beim Kommandeur des preußischen Korps in Ostpreußen eingesetzt

1807
8.2. Schlacht bei Preußisch-Eylau. Es gelingt Napoleon nicht, die russisch-preußische Armee zu überwinden. Scharnhorst hat daran entscheidenden Anteil.
Für seine Verdienste wird ihm der Orden POUR LE MERITE verliehen

14.6. Niederlage der russischen Armee bei Friedland

21.6. Waffenstillstand zwischen Frankreich und Rußland, führt zum Friedensschluß in Tilsit am 7.7.

9.7. Preußen unterschreibt den von Napoleon diktierten Friedensvertrag von Tilsit. Preußen tritt alle polnischen Annexionen und alle seine linkselbischen Gebiete ab. Es muß Kriegskontribution, zahlen und der Kontinentalsperre beitreten

12.7. Konvention von Königsberg. Legt fest, daß Preußen von französischen Truppen besetzt bleibt, bis die noch zu vereinbarende Kriegskontributidn gezahlt ist

7.7. Ernennung Scharnhorsts zum Generalmajor und Vorsitzenden einer Militär-Reorganisationskommission

31.7. Denkschrift über die Aufgabe der Streitkräfte, über die Stärke der Armee, die Mittel zu ihrer Vermehrung und die Aufstellung einer Miliz

31.8. Vorläufiger Entwurf der Verfassung einer Reservearmee

4. 10. Freiherr vom und zum Stein zum leitenden Minister berufen

9. 10. Erlaß des Oktoberedikts, das die Aufhebung aller Gutsuntertänigkeit ab Martini 1810 und die Abschaffung aller ständischen Beschränkungen beim Erwerben von Grundbesitz und bei der Wahl des Gewerbes verkündet

27.11. Einsetzung einer Untersuchungskommission zur überprüfung des preußischen Offizierskorps. Beginn der Erneuerung des preußischen Offizierskorps im Rahmen der Heeresreform
 

1808
Mai Napoleon okkupiert Spanien, worauf im Juli/August der Aufstand des spanischen Volkes gegen die französische Herrschaft ausbricht

3.8. Erlaß neuer Kriegsartikel in Preußen. Abschaffung der Körperstrafen in der preußischen Armee

15.3. Vorläufiger Entwurf zur Verfassung von Provinzialtruppen

6. 8. Reglement über die Besetzung der Stellen der Portepee-Fähnriche und über die Wahl der Offiziere bei der Infanterie, Kavallerie und Artillerie. Öffnung der Offizierslaufbahn für das Bürgertum

8. 9. Abschluß des Pariser Vertrages zwischen Frankreich und Preußen: Besetzung des Landes bis zur Zahlung der Kriegskontribution von 140 Millionen Francs, Beschränkung der Armee auf 42000 Mann, Verbot einer Miliz, Zusicherung eines Hilfskorps zum Krieg gegen Österreich

21.9. Stein schlägt dem preußischen König die Erhebung Preußens gegen die Fremdherrschaft an der Seite Österreichs vor und unterbreitet von Scharnhorst und Gneisenau ausgearbeitete Pläne für eine allgemeine Volkserhebung

Herbst   Einführung des Krümpersystems in der preußischen Armee

19.11. Erlaß der Städteordnung in Preußen

24.11. Reform der Staatsverwaltung in Preußen. Beseitigung des Kabinettssystems und Bildung von Fachministerien

26.11. Stein unter dem Druck Napoleons vom preußischen König wegen seiner patriotischen Pläne entlassen

16.12. Stein als Feind Frankreichs und des Rheinbundes geächtet

20.12. Militär-Reorganisationskommission legt Entwurf eines Regulativs über die allgemeine Konskription vor

25.12. Einsetzung des Ministeriums Dohna-Altenstein, das die bürgerlichen Reformen mit Ausnahme der Heeres- und der Bildungsreform nicht weiterführt

27.12. Scharnhorst reist im Gefolge des Königs nach Petersburg, von wo er am 10.2. 1809 zurückkehrt

Dezember  Napoleon unterwirft mit einer großen Armee Spanien. Nach seinem Abzug flammt der Aufstand wieder auf und nimmt die Form eines hartnäckigen Guerillakrieges an

1809
1.3. Bildung des Departements des Kriegsministers. Scharnhorst übernimmt das Allgemeine Kriegsdepartement und wird damit de facto Kriegsminister

2./3.4. Insurrektion unter dem ehemaligen preußischen Offizier von Katte. Der Versuch eines Handstreichs auf Magdeburg scheitert

März-Juli Denkschriften Scharnhorsts über die militärischen Maßnahmen zur Vorbereitung eines Krieges an der Seite Österreichs

9.4. Kriegserklärung Österreichs an Frankreich

11.4. Beginn des Tiroler Bauernaufstandes

22./23.4. Aufstand in Hornburg und Umgebung unter Führung des Obersten von Dörnberg

28.4. Major von Schill verläßt mit seinem Regiment Berlin, um in Norddeutschland das Signal zum Aufstand Zu geben

21./22.5. Österreichischer Sieg bei Aspern

29.5. Sieg der Tiroler Freischaren am Berg Isel

31.5. Schill fällt im Straßenkampf in Stralsund

23./24.6. Aufstand von Bauern und ehemaligen hessischen Soldaten im Werragebiet, wird niedergeschlagen

5./6.7. Österreichische Niederlage bei Wagram

Ende Juli
Die Schwarze Schar des Herzogs von Braunschweig fällt ins Königreich Westfalen ein und schlägt sich zur Nordseeküste durch, wo sie von englischen Schiffen aufgenommen wird

August
Scharnhorsts Denkschrift zur Verteidigung der Reform gegen die Reaktion »Vergleichung der ehemaligen Geschäftsführung der militärischen Oberbehörden mit der jetzigen«

14. 10. Frieden von Wien zwischen Frankreich und Österreich

23. 12. Rückkehr des preußischen Hofes und der Regierung nach Berlin

1810
5.2. Entwurf zur Ausführung der Konskription in den preußischen Staaten, der von der Konskriptionskommission unter führender Beteiligung Scharnhorsts ausgearbeitet wurde

4.6. Hardenberg wird Staatskanzler

22.6. Scharnhorst tritt infolge der Intrigen der Reformfeinde als Chef des Allgemeinen Kriegsdepartements zurück

Okt. Eröffnung der Allgemeinen Kriegsschule in Berlin, die unter Leitung Scharnhorsts steht

Nov. Scharnhorsts Denkschrift »über die Unzulässigkeit der Stellvertreter«

10.-13. 12. Frankreich annektiert Holland und die deutschen Nordseeküstengebiete

31.12. Rußland entzieht sich durch ein Abkommen mit England der Kontinentalsperre. Verschärfung der Gegensätze zwischen Frankreich und Rußland. Beide Mächte beginnen im Frühjahr 1811 gegeneinander zu rüsten

1811
6.9. Scharnhorst reist in geheimer Mission nach Petersburg

17.10. Scharnhorst schließt in Petersburg eine gegen Frankreich gerichtete geheime Militärkonvention ab, die der König nicht ratifiziert

Dezember Scharnhorst in geheimer Mission nach Wien. Erfolgloser Versuch, Metternich zum Anschluß an ein russisch-preußisches Bündnis zu bewegen
 

1812
Einführung des »Exerzir-Reglements für die Infanterie der Kgl. Preußischen Armee«, das unter maßgeblicher Mitwirkung Scharnhorsts entstand Scharnhorst arbeitet an dem 3. Band seines »Handbuchs der Artillerie«, an der Schrift »über die Wirkung des Feuergewehrs für die Kgl. Preußischen Kriegsschulen« und trägt sich mit dem Plan für ein Werk über Krieg und Kriegführung

24.2. Militärvertrag zwischen Frankreich und Preußen. Preußen verpflichtet sich, für Napoleons Rußlandfeldzug 20000 Mann zu stellen sowie freien Durchzug und das Requisitionsrecht für die napoleonische Armee zu gewähren

10.3. Unbestimmter Urlaub Scharnhorsts

14.3. Abschluß eines französisch-österreichischen Militärpaktes

Mai-Juni Aufmarsch der Großen Armee Napoleons

Juni-Dez Rußlandfeldzug Napoleons, endet unter den Schlägen der russischen Truppen sowie des Volkswiderstandes mit einer vernichtenden Niederlage

28.6. Gründung des Komitees für deutsche Angelegenheiten auf Initiative Steins. Das Komitee organisiert die Deutsche Legion. Militärische Berater sind Clausewitz und Boyen, zwei der engsten Mitarbeiter Scharnhorsts

7.9. Schlacht bei Borodino

15.10. Rückzug der französischen Armee aus Moskau

21.11. Übergang über die Beresina

30.12. Konvention von Tauroggen. Preußische Truppen unter General Yorck beziehen neutrale Positionen

Ende Dez. Beginn des Volksaufstandes in Ostpreußen

1813
5.1. Russische Truppen erreichen Königsberg

22.1. Stein in Königsberg. Übernimmt im Auftrag des Zaren die Regierungsgeschäfte. Übersiedlung des preußischen Hofes nach Breslau

28.1. Einsetzung einer Rüstungskommison, in der Scharnhorst führend tätig ist

2.2. Russische Truppen überschreiten die Weichsel bei Dirschau

3.2. Verordnung über die Bildung freiwilliger Jägerdetachements

7.2. Beschluß über die Aufstellung einer Landwehr in Ostpreußen

9.2. Verordnung über die Aufhebung aller Befreiungen von der Kantonpflicht für die Dauer des Krieges

12.2. Mobilmachung der Truppen in Schlesien und Pommern

17.2. Preußische Truppen unter Yorck beginnen den Marsch an die Oder

20.2. Russische Kosaken dringen in Berlin ein

24.2. Volksaufstand in Harnburg

28.2. Stein in Breslau, fordert im Auftrag des Zaren ultimativ den Abschluß eines preußisch-russischen Bündnisses

28.2. Russisch-preußischer Bündnisvertrag von Kalisch

2.3. Russische Truppen überschreiten die Oder

11.3. Russische Truppen befreien Berlin

Ernennung Scharnhorsts zum Generalleutnant und zum Generalquartiermeister der preußischen Armee

15.3. Einteilung Preußens in vier Militärgouvernements

16. 3. Preußische Kriegserklärung an Frankreich

17.3. Verordnung über die Bildung der Landwehr in Preußen Aufruf »An mein Volk« veröffentlicht

18.3. Russische Streifkorps erreichen Hamburg

27. 3. Scharnhorst als Generalstabschef zur Armee Blüchers

11. 4. Österreich löst Bündnis mit Napoleon und bietet bewaffnete Vermittlung zwischen den kriegführenden Parteien an

20.4. Verordnung über die Bildung eines Landsturms in Preußen

22.4. Preußisch-schwedischer Bündnisvertrag

24. 4. Russische Hauptarmee unter Kutusow erreicht Dresden

28. 4. Feldmarschall Kutusow in Bunzlau verstorben. Wittgenstein übernimmt das Oberkommando

2.5. Schlacht bei Großgörschen. Scharnhorst wird verwundet. Er erhält das Eisernen Kreuz und en Wladomir Orden.

8.5. Scharnhorst begibt sich auf die Reise nach Wien, um Österreich zum Anschluß an die Koalition Zu bewegen

18.5. Schwedische Truppen landen in Vorpommern

20./21.5. Schlacht bei Bautzen

2. 6. Scharnhorst in Prag

14./15.6. Preußisch-englisches Bündnis zu Reichenbach

21.6. Französische Niederlage in der Schlacht von Vitoria (Spanien)

27.6. Russisch-preußisch-österreichische Konvention zu Reichenbach

28.6. Scharnhorst in Prag verstorben

30.6 Leichenparade in Prag
 

am 9.9. 1826 beigesetzt auf dem Invalidenfriedhof Berlin
2.5.1834 Errichtung des Grabmales



28.7.2004